Durch #freudeanbewegung Kinder motivieren

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr

 

Durch #freudeanbewegung Kinder motivieren

Jedes Kind hat von Natur aus einen gut ausgeprägten Bewegungs- und Spieltrieb. Laufen, Springen, Klettern, Hüpfen, Spielen oder Balancieren verbessern nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern stärken auch die geistigen. Eltern sollten sich dessen stets bewusst sein. Beobachtet man die Entwicklung von Babys und Kleinkindern so wird schnell klar, dass Kinder zuerst die Umwelt ertasten und Dinge angreifen bevor sie etwas begreifen. Mit den ersten Fortbewegungsversuchen von Kleinkindern steigt deren Selbstständigkeit. Ohne Bewegung findet kein Fortschritt statt. In den Entwicklungsstufen von Babys, welche von unkoordiniertem Herumzappeln über das erste Mal gezieltes Anfassen bis hin zu den ersten Schritten gehen, steckt viel „Training“. Neben Schlafen und Essen wird die restliche Zeit zur Bewegung verwendet.

Positive Effekte von Bewegung!

Die Wissenschaft beweist, dass körperliche Aktivität von großem Nutzen für die Gesundheit ist. Ein entsprechendes Maß an Bewegung fördert unter anderem die Entwicklung von:

  • gesunden Knochen, Muskeln und Gelenken
  • einem gesunden Herz-Kreislaufsystem
  • besserer Koordination und Körperwahrnehmung
  • Stabilisierung eines gesunden Körpergewichts

Weiters fördert regelmäßige Bewegung die Bildung von Nervenzellen im Gehirn, was zur Folge hat, dass sich aktive Kinder besser konzentrieren können als inaktive. Gutes Körpergefühl und gute koordinative Fähigkeiten steigern nicht nur das Selbstvertrauen sondern reduzieren auch die Verletzungsgefahr beim Spielen.Auch Typ 2 Diabetes, besser bekannt als Altersdiabetes, kommt mittlerweile auch schon im Kindes- und Jugendalter vor. Ein stabiles und adäquates Körpergewicht wirkt sich auch hier vorbeugend aus.

Das Wichtigste für Kinder ist die #freudeanbewegung. In den seltensten Fällen werden Sie Kinder freiwillig beim Joggen beobachten, sobald aber ein Ball entdeckt wird gibt es meist kein Halten mehr.

Zu körperlicher Aktivität bei Kindern und Jugendlichen zählen Spielen, Herumrennen, der Turnunterricht aber auch Aktivausflüge mit der Familie oder der Schule. Kinder oder Jugendliche selbst sind die besten Berater wenn es darum geht herauszufinden welche Art von Bewegung für die jeweilige Altersklasse gerade spannend ist. Auf folgende Dinge sollten Sie achten wenn Sie die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern wollen:

  • 60 Minuten Bewegung bei zumindest mittlerer Intensität jeden Tag
  • Bewegungsumfänge größer 60 Minuten bedeuten einen höheren Gesundheitsnutzen!
  • 3 Mal pro Woche muskelkräftigende und knochenstärkende Bewegungsformen (wie Klettern) in die täglichen Aktivitäten einbauen.

Bei längerem Sitzen, zeitlich ab ungefähr einer Stunde, sollten kurze Pausen zur aktiven Bewegung stattfinden. Zwischenzeitiges Aufstehen oder Herumgehen kurbeln den Kreislauf an und führen zu besserer Konzentrationsfähigkeit.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nicht mehr

Diese Redewendung ist Ihnen vielleicht schon einmal zu Ohren gekommen und hat einen wahren Hintergrund. Im Kindes- und Jugendalter ist es viel leichter neue Bewegungsmuster zu erlernen als im Erwachsenenalter. Aber auch ein gewisser Bezug zum eigenen Körper und ein entsprechendes Bewegungsverhalten werden im frühen Kindesalter geprägt.

Dass der besagte „Hans“ solche Dinge nicht mehr lernen kann ist natürlich nicht vollkommen richtig, es fällt normalerweise nur viel schwerer im höheren Alter neue Bewegungsmuster zu erlernen und Bewegung im Alltag zu verankern. Besonders sinnvoll ist daher, dass die Gesundheitsbildung bereits im Kindergartenalter erfolgt. 

Ein regelmäßiges und ausgewogenes Bewegungsverhalten wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit der späteren Erwachsenen aus.

 

Praktische Tipps für Eltern:

Bewegung als Familie macht Spaß und ist für alle gesund:

  • unternehmen Sie Spaziergänge, gehen Sie Radfahren oder machen Sie Wanderungen 
  • spielen Sie mit Ihren Kindern bei sich zu Hause, im Wasser, auf dem Sportplatz, im Wald und überall sonst drinnen und draußen.
  • Lassen Sie Ihr Kind den Schulweg mit Muskelkraft bewältigen. (zu Fuß, mit dem Rad, Skateboard, Roller usw.)

Achten Sie auf eine aktive Freizeitgestaltung:

  • Animieren Sie Ihr Kind, kreativ zu sein und nicht nur passiv zu konsumieren. Lassen Sie es zeichnen, basteln, spielen und Geschichten erfinden
  • schränken Sie den Konsum von Fernsehen und Computerspielen auf eine halbe Stunde pro Tag ein. Übermäßiger Fernsehkonsum und Video Games benötigen Zeit, die Ihr Kind für eine gesunde Entwicklung sinnvoller einsetzen könnte für zum Beispiel:
    • Malen
    • Basteln
    • Spielen mit Freunden
    • Herumtollen im Garten oder Quartier
    • Musizieren

Schenken Sie Dinge die zu Bewegung animieren:

  • ein Springseil
  • einen Ball
  • ein Set Jonglierbälle
  • ein Fahrrad
  • ein Skateboard oder Inlineskates
  • einen Hallenbadeintritt
  • eine Schachtel Kreiden
  • eine Taucherbrille
  • ein paar Schlittschuhe.

Achten Sie auf ausgewogene Ernährung:

  • Lassen Sie sich und Ihrer Familie Zeit zum Essen
  • motivieren Sie Ihr Kind, mehrmals am Tag Obst und Gemüse zu essen
  • Geben Sie Ihrem Kind Obst statt Schokolade für die Schuljause mit
  • meiden Sie Süßgetränke und Fast Food

Mag. Georg Jillich